Gründerin

Julia Faßhauer

Helix Media

 

"Wir machen Marketing für die Guten und reduzieren dabei ihren CO2-Fußabdruck durch nachhaltige Webseiten."


Zur Person:

Julia Faßhauer, gebürtige Berlinerin, Jahrgang 1987, Katzenmama, Halbkoreanerin ohne Koreanischkenntnisse.

Julia Faßhauer ist Dipl.-Ing. Architektin geworden, um nachhaltig zu bauen und damit die Welt zu retten. Der Plan ging nicht ganz auf, da die Bauherren lieber auf das Geld als auf die Umwelt geachtet haben. Also ging sie in die Denkmalpflege: Schließlich ist nichts ressourcenschonender als der Erhalt. Nach einem schweren Burnout und einem Abstecher in die Selbstständigkeit als Illustratorin fand sie eine neue Möglichkeit, Nachhaltigkeit zu ihrem Beruf zu machen: Das Internet.

Zum Unternehmen:

Jeder Klick im Internet verursacht CO2. Pro Website-Aufruf können das 3-10g sein. Manchmal sogar mehr. Dabei könnte es 1g und weniger sein. Wenn man nur weiß, was zu tun ist. Eine Einsparpotenzial von 30-80% CO2 ist leider üblich.

Die Helix Media GmbH ist eine Full-Service Web- und OnlineMarketing-Agentur aus Berlin für nachhaltige Unternehmen und die, die es werden wollen. Sie erarbeitet Marketing-Konzepte, Werbetexte, Website-Texte, Design, die aktuelle Datenschutzerklärung und eine Co2-sparende Programmierung.

Das Ziel: Nachhaltigen Unternehmen das beste Online-Marketing für mehr Erfolg zu geben und sie im gleichen Schritt noch nachhaltiger zu machen. - Denn die Welt braucht erfolgreiche, nachhaltige Unternehmen.

Wie möchtest du / dein Unternehmen die Welt nachhaltiger machen?

Die Wahrheit ist: Kunden, egal ob Endkunden oder Firmenkunden, informieren sich inzwischen über das Internet. Die Webseite ist dabei ein elementarer Knotenpunkt für alle Informationen. Alle Social Media Profile linken auf die Webseite. Es ist nur natürlich, dass fast alle Kunden vor einer Kontaktaufnahme mindestens ein mal auf der Website eines Unternehmens waren.

Die traurige Wahrheit ist: Der Aufruf einer Website verursacht den Ausstoß von CO2. Und viel zu viele Unternehmen machen sich darüber noch gar keine Gedanken. Das Resultat ist, dass die Internetnutzung etwa so viel CO2 ausstößt wie der Flugverkehr.

Die gute Nachricht: Wir gehen dagegen vor. Webprojekt für Webprojekt. Indem wir für unsere Kunden nachhaltige Webseiten erstellen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt in der Green IT. Denn unsere nachhaltigen Firmenkunden sollen durch gutes Marketing bekannter und erfolgreicher werden und gleichzeitig einen geringeren CO2-Fußabdruck haben als ihre konventionelle Konkurrenz.

Warum existiert dein Unternehmen? Was gibt dein Unternehmen einer nachhaltigen Welt?

Ganzheitlich zu beraten und zu helfen ist uns sehr wichtig. Was online Marketing betrifft, sind wir ganzheitlicher Ansprechpartner für unsere Kunden. Für jedes Unternehmen gibt es zu jedem Augenblick diverse Möglichkeiten, online Marketing zu betreiben. Für große und kleine Budgets ist viel möglich. Und da beraten wir zunächst unabhängig von Plattformen, was möglich ist.

In der Umsetzung helfen wir durch nachhaltige Webseiten und Onlineshops, dass das Internet ein grünerer Ort wird.

Es ist für die meisten schwer vorzustellen, dass so ein paar Pixel im Display eine so große Auswirkung haben können. Aber genau dieses Bewusstsein wollen wir schaffen.

Welche von deinen Nachhaltigkeitszielen hast du bereits umsetzen können?

Wir arbeiten stetig daran, die Webprojekte unserer Kunden noch nachhaltiger zu machen. In den meisten Fällen kommen wir hier auf Werte von um die 0,5-0,7g CO2 pro Aufruf. Dieses Ziel zu erreichen, ist jedes Mal wieder eine spannende Herausforderung. Aber es gibt auch ein sehr gutes Gefühl, wenn man eine so gut optimierte Webseite ins Internet "freilassen" kann.

Nach einem Relaunch fühlt es sich immer ein bisschen an, wie ein gepflegtes Tier, das jetzt wieder in die Natur zurück darf.

Wann und wodurch wurde Nachhaltigkeit für dich ein Thema?

Das kann ich gar nicht so genau sagen.

Mit etwa 16 begriff ich, dass Wurst aus Tieren gemacht wird, die extra dafür getötet wurden. Als naives Stadtkind habe ich vorher immer gedacht, die Tiere wären einfach so gestorben und dann hätte man sie weiter verarbeitet...

Als ich meinen Irrtum bemerkte, ließ mich das Thema Tiere nicht mehr wirklich los. Aber schon als Kind konnte ich mit meinem Vater auf Baustellen sein. Dort bekam ich die ganzen chemmischen Gerüche mit und fand das damals schon etwas suspekt.

Nach dem Abitur wurde es konkret. Ich wollte Architektin werden, um nachhaltig zu bauen und Gebäude zu erhalten. Ich verstand damals nicht, warum niemand konkret an schwimmenden Häusern arbeitet, obwohl wir doch schon alle vom steigenden Meeresspiegel wussten (2006).

Wie versteht dein Unternehmen Nachhaltigkeit?

In unserer Arbeit liegt der Fokus auf der Reduzierung von CO2-Ausstoß in Form von Energieverbrauch.

Wie setzt ihr Nachhaltigkeit in allen Unternehmens­bereichen um?

Denke dabei auch an die Ressorts Finanzen, IT und Logistik

Allgemein versuchen wir unser Leben, Arbeiten und Wirken nachhaltig zu gestalten. Da wir kein industriell produzierendes Gewerbe sind, haben wir zum Glück auch keine großen Lieferketten zu managen.

Unsere Server stehen alle in Deutschland, laufen mit 100% Ökostrom und auch unser Büro bezieht 100% Ökostrom. Wir arbeiten hauptsächlich digital. Wir müssen nur sehr selten zu Kunden reisen und arbeiten komplett papierlos (außer die Briefe, die von den Behörden kommen).

Was möchtest du anderen Unternehmern mitgeben? 

Wenn du Kontakt zu nachhaltigen Unternehmen suchst, dann kannst du ihn finden. Der gemeinsame Spirit schweißt zusammen.

Gemeinsam können wir die Wirtschaft bewegen.

Welche Heraus­forderungen siehst du für dich und deine Branche?

Die Web-Branche boomt. Aber zu wenige Agenturen und auch Kunden (selbst nachhaltige Unternehmen) haben einen Fokus auf nachhaltige Webseiten.

Eine nachhaltige Webseite bedeutet manchmal auch, ein schickes Gimmick weg zu lassen, weil es keinen echten Mehrwert liefert und einfach nur durch eine fancy Animation ungewöhnlich ist.

Das macht eine Webseite unnötig co2-schwer. Da aber weder Kunden noch die meisten Agenturen darauf achten, gibt es noch immer viele 'dreckige' Webseiten. Und es werden täglich mehr. Das ist eine globale Katastrophe.

Wie setzt du Nachhaltigkeit gemeinsam mit deinem Team und deinen Partnern um?

Lernen, lernen, lernen. Umsetzen, umsetzen, umsetzen.

Meist erarbeiten wir das komplette Paket für unsere Kunden. Da fängt es bei der Konzeption der Marketing-Aktion an und endet beim Go-Live der nachhaltigen Webseite und der Anzeigen.

Wenn wir zB Designs von Partnern bekommen und im WebDesign-Prozess involviert sind, dann geben wir Ratschläge und sprechen No-Gos aus.

Wenn wir eine reine technische Optimierung machen, dann geben wir unser Bestes, aber versprechen können wir da nichts. Das wäre hochgradig unseriös.